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Gold History

Gold History

 

Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Mit seiner auffallend glänzenden gelben Farbe wurde es gediegen, also als Element, in der Natur gefunden, ließ sich sehr gut mechanisch bearbeiten und korrodierte nicht. Wegen der Beständigkeit seines Glanzes, seiner Seltenheit und auffallenden Schwere war es sehr begehrt und wurde in vielen Kulturen vor allem für rituelle Gegenstände verwendet.

Die Goldgewinnung begann vermutlich in der Kupferzeit. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderaten Schmelztemperaturen und die günstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv.

Auf 4500 v. Chr. werden die im bulgarischen Warna 1972 entdeckten Goldfunde datiert. In Mitteleuropa lassen sich goldene Gegenstände seit dem zweiten Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Berühmte Beispiele sind das Gold im goldenen Hut von Schifferstadt und in der Himmelsscheibe von Nebra.

Das meiste Gold wird derzeit in Südafrika gefördert, gefolgt von den USA, Australie und der Russischen Föderation

 

Fördermengen und Reserven
 Rang ↓ Land↓  Fördermengen
(in t)1  2003↓
 Fördermengen
(in t)2  2007↓
Reserven
19963↓
Reserven
20092↓
Reichweite3 
(Jahre ab 1996)↓
   1 Südafrika    420 252 19.000 31.000 36,3
   2 Vereinigte Staaten    277 238 5.600 5.500 17,5
   3 Australien   262 246 3.400 6.000 13,4
   4 Russ. Föderation    180 157 3.100 7.000 23,5
   5 Peru    173 170 k. A. 2.300 k. A.
   6 Volksrepublik China    170 275 k. A. 4.100 k. A.
   7 Kanada    141 101 1.500 4.200 10
   8 Usbekistan    85 85 3.000 1.900 40
   9 Indonesien    82 118 k. A. 6.000 k. A.
   10 Ghana   67 84 k. A. 2.700 k. A.
   11 Papua-Neuguinea    62 65 k. A. 2.300 k. A.
   12 Mali   58 k. A. k. A. k. A. k. A.
   13 Kolumbien    47 k. A. k. A. k. A. k. A.
   14 Tansania   45 k. A. k. A. k. A. k. A.
   15 Philippinen   38 k. A. k. A. k. A. k. A.
   16 Brasilien    37 40 800 2.500 11,1
   17 Chile    37 42 k. A. 3.400 k. A.
   18 Argentinien    30 k. A. k. A. k. A. k. A.
   19 Kasachstan    27 k. A. k. A. k. A. k. A.
   20 Kirgisistan    24 k. A. k. A. k. A. k. A.
   - Andere Länder     k. A. k. A. 471 22.0004 k. A.
   - Erde (gesamt)    k. A. 2.380 46.000 100.0005 20

 

Goldgewinnung aus dem Meer

Fritz Haber versuchte in den 1920er Jahren Gold aus dem Meerwasser zu gewinnen, um die deutschen Reparationen zu bezahlen. Die durchschnittliche Ausbeute war mit 0,004 Milligramm Gold pro Tonne Meerwasser für eine wirtschaftliche Verwertung jedoch zu gering, als dass das Verfahren lohnend erschien. Theoretisch wäre das Salzwasser der Ozeane, worin Gold in geringsten Konzentrationen als Chlorid-Komplex gelöst ist, die größte Goldreserve:

0,004 mg/t entsprechen 4·10 kg Gold pro t oder m3 Meerwasser; multipliziert mit der Wassermenge der Weltmeere (1,5·10 m3) ergeben sich insgesamt 6·10 t Gold im Meerwasser.

Dieses Volumen würde alles bisher bergmännisch geförderte Gold um das 40-fache übertreffen

Goldpreis

Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt. Das geschieht seit dem 17. Jahrhundert am London Bullion Market Seit dem 12. September 1919 treffen sich wichtige Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London, um den Goldpreis formal zu fixieren. Seit 1968 gibt es ein weiteres tägliches Treffen in der Bank um 15 Uhr Londoner Zeit, um den Preis zur Öffnungszeit der US-Börsen erneut festzulegen.

Der Goldpreis kann auch von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, etwa Zentralbanken und Goldminen-Gesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Soll der Goldpreis sinken, so wird Gold verliehen (um Leerverkäufe zu provozieren) oder verkauft, oder aber die Goldproduktion wird gesteigert. Soll der Goldpreis steigen, so kaufen die Zentralbanken Gold auf bzw. die Goldproduktion wird gedrosselt. Allerdings haben hier die goldbesitzenden Zentralbanken auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, so umfasste der gesamte Goldbesitz aller Zentralbanken im Dezember 2005 nur etwa 19 % der weltweit vorhandenen Goldmenge von 153.000 Tonnen.

Wichtige Faktoren, die auf den Goldpreis Einfluss nehmen, sind der Ölpreis und der aktuelle Kurs des US-Dollar, da Gold in dieser Währung gehandelt wird.

Rotgold

Rotgold ist eine Goldlegierung, bestehend aus Feingold, Kupfer und gegebenenfalls etwas Silber, um die mechanische Verarbeitbarkeit zu verbessern. Der relativ hohe Kupferanteil, der deutlich über dem des Silbers liegt, ist für die namensgebende „rote“ Färbung und Härte des Materials verantwortlich. Der Farbton ist kupferähnlich.

Regional sind bestimmte Goldfarbtönungen beliebt; so akzeptiert der Osten und Süden Europas doch eher die dunkleren und farbstarken rötlicheren Goldlegierungen. Umgangssprachlich wurde Rotgold in der DDR auch als Russengold bezeichnet; teilweise ist in Süddeutschland auch heute noch der Begriff Türkengold gebräuchlich. Russengold hat den ungebräuchlichen Feingehalt von 583 und ist daran sehr gut zu erkennen. Die Färbung ist auch etwas heller als bei heutigem Rotgold. GRÜNGOLD:ist eine grünlichgelbe Goldlegierung ohne Kupferzusatz. Die Farbe entsteht durch Annäherung an das Atomverhältnis Gold:Silber 1:1, was im optimalen Fall einem Goldanteil von 646 entspricht, bei dem der deutlichste Grünton auftritt. Da in diesem Falle der Silberanteil schon über 40 % beträgt, ist der Farbton relativ hell. Bis zu einem Drittel des Silbers lässt sich durch Cadmium ersetzen, was den Grünton intensiviert, die günstigen Anlaufeigenschaften und die Schmelztemperatur allerdings reduziert. Die Legierungen sind sehr weich und wenig farbstark. Grüngold wird selten verwendet, üblicherweise z. B. zur Darstellung von Laubblättern oder ähnlichem

Gelbgold

Dabei handelt es sich um eine dem Feingold ähnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer. Das Verhältnis beeinflusst die Farbe. Mit abnehmendem Goldgehalt reduziert sich auch die Tiefe des Gelbtons sehr schnell. Üblicherweise ist das Verhältnis der dem Gold zugesetzten Metalle untereinander ca. 1:1; die Tönungen und Farbintensität können stufenlos und beliebig gewählt werden. Die Farbe reicht von hellgelb mit deutlichem Silberanteil bis zu gelborange mit dem umgekehrten Verhältnis zum Kupferzusatz. Gelbgold ist durch ihren hohen Erkennungswert weltweit mit Abstand die beliebteste Goldfarbe

          Reinheitsgrad

Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold (Feingold). Mit Einführung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen. So bedeutet der Stempeleindruck „750“ in Goldware, dass das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile (d. h. 3/4) reines Gold enthält, entsprechend 18 Karat („585“ entspricht 14 Karat, „375“ entspricht 9 Karat und „333“ entspricht 8 Karat). Im östlichen Mittelmeerraum wird Schmuck auch oft als Gold mit 916,6 Anteil d. h. 22 Karat, verkauft. Bullionmünzen haben entweder 916,6 Promille (Krugerrand, Britannia, American Eagle) oder 999,9 Promille Gold (WienerPhilharmoniker, Maple Leaf, Nugget, American Buffalo. Die Reinheit kann aber auch mit einer Dezimalzahl angegeben werden, zum Beispiel als 0,999 oder 1,000 (Feingold).

Barrengold

Ein „Good-delivery-Barren“ (Feingehalt 995 ‰) enthält 12,44 kg (400 Unzen) Gold. Gold wird außerdem in Barren zu 1, 5, 10, 20, 50, 100, 250, 500 und 1.000 g sowie 1 Unze mit einem Feingehalt von 999,9 ‰ hergestellt und hauptsächlich von privaten Anlegern erworben – bei kleineren als 1-kg-Barren ist der „Spread“ (Differenz zwischen Ver- und Ankaufspreis der Banken, der sich eng am aktuellen Goldpreis orientiert) höher und beträgt teilweise über 5 %.

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